Nazaré
Big Wave Surfing in der weltweit größten Welle, in Portugal
Nazaré ist keine Postkartenwelle. Kein kristallklares, türkis-blaues Wasser, keine Tropen, sondern dunkel, eiskalt und zornig: eine Welle in der Nähe Lissabons, die keinen Namen hatte. Bedrohliche 500.000 Tonnen Wasser, Wasserberge bis zu 30 Meter hoch, und das vor der Haustüre Europas. Als 2010 die ersten Bilder in der Big Wave Gemeinschaft zirkulierten, trafen sie uns wie ein Blitz. 2012 stand ich zum ersten Mal am mittlerweile berühmten Leuchtturm in Nazaré und wusste: Diese Welle wird die Herausforderung meines Lebens.
Big Wave Surfing mag selbstmörderisch wirken, es geht aber definitiv nicht um den Tod. Es geht um das Leben. Um ein intensives Leben, ein Naturerleben, um ein Verschieben von Maßstäben auf Basis größtmöglicher Risikobeherrschung. Wir Big Wave Surfer sind wagemutige Grenzgänger, aber keine Draufgänger. Diese Riesenwelle in Teamarbeit zu surfen und abends wieder heil zu unseren Familien zurückzukehren, das ist unser Ziel.
2017 bin ich als erster Österreicher die Welle in Nazaré an einem XXL-Tag gesurft und habe dort ein internationales Big-Wave-Team gegründet. Gemeinsam haben wir Sicherheitskonzepte, Rollen und Rettungsabläufe entwickelt und trainiert.
Gigantes de Nazaré 2019
Foto: Marta Paris

Plakat: Gigantes de Nazaré

Gigantes de Nazaré 2019

Gigantes de Nazaré 2019

Gigantes de Nazaré 2019
In dieser Welle entscheidet nicht Mut, sondern Vorbereitung und Zusammenspiel.
Was Nazaré über Führung lehrt
Heute übersetze ich diese Erfahrung für Führungsteams. In meinen Keynotes und Workshops geht es um die Fragen, die in Nazaré überlebenswichtig sind und im Unternehmen über Qualität entscheiden:
- Wie treffe ich gute Entscheidungen, wenn Informationen unvollständig sind?
- Wann tragen bewährte Standards nicht mehr?
- Wie bleibt ein Team unter Druck handlungsfähig?
Mein Modell dazu: Priorität setzen, Annahmen testen, Standard verändern.

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